Ortsvorsteherin bittet Stadtwerke: Lasst die bürgernahe Barzahlungsmöglichkeit

4. Januar 2013 / in Meldung

Ortsvorsteherin Ingrid Kroll (Oberstadt) wendet sich mit einer dringlichen Bitte an die Stadtwerke Unna: „Es wäre schön und vor allem wirklich bürgernah, wenn die Werke es möglich machen, auch künftig die Barzahlungsmöglichkeit für Rechnungen in der „Filiale“ im Rathaus fortzusetzen.“ Das war in den zurückliegenden Jahren stets möglich, damit niemand bei derartigen Anliegen den weiten Weg bis zur Heinrich-Hertz-Straße im Industriepark an der B1 antreten musste.
Nun aber kündigten die Stadtwerke unlängst an, dass sie diesen Bürgerservice nicht weiter anbieten wollen. Die Menge der Barzahlungen im Kundencenter im Rathaus war aus Sicht der Werke derart angeschwollen, dass sie dort nicht mehr reibungslos geleistet werden konnten. Daher war der Plan entstanden, Barzahlungen nur noch in der Zentrale an der Heinrich-Hertz-Straße abzuwickeln.
„Das ist meiner Ansicht nach allerdings für diejenigen Unnaerinnen und Unnaer, die nicht über ein Auto verfügen können, eine echte Zumutung“, sagt Ingrid Kroll. Der Weg an die B1 sei zwar mit öffentlichen Verkehrsmitteln durchaus möglich, aber beispielsweise für ältere Menschen recht beschwerlich. „Warum kann man es für diese Klientel nicht dabei belassen, dass sie ihre Rechnungen bar im Kundencenter im Rathaus bezahlen?“ sagt die Ortsvorsteherin.
Seit die ersten Nachrichten über die Neuerung an die Öffentlichkeit kamen, wird sie von unterschiedlicher Seite angesprochen. Auch am Donnerstag, als sie im Rathaus zur turnusmäßigen Sprechstunde eingeladen hatte, beschwerten sich mehrere Besucher darüber, dass ein langjähriger Service der Stadtwerke plötzlich eingestellt werden sollte. „Es ist inzwischen ein häufig geäußerter Wunsch, die alte Regelung beizubehalten“, sagt Ingrid Kroll.
Sie kündigt an, dass sie schnell einen Brief an die Leitung der Werke schreiben werde, in dem sie auf die ihr gegenüber geäußerten Probleme aufmerksam machen will und darum bitten wird, es bei der bisherigen Praxis zu belassen. Das mache ihrer Ansicht nach wenig Aufwand und Kosten, stelle aber einen guten und bürgernahen Alltags-Service dar.