Mehr Sauberkeit für Unna

14. Oktober 2014 / in Meldung

Mehr Sauberkeit für Unna
Großer Dank an die Ein-Euro-Jobber
An einen geregelten Tagesablauf müssen sich einige Arbeitslose erst einmal wieder gewöhnen: Helfen kann ihnen ein Ein-Euro-Job, weiß Antonia Mega vom Jobcenter. Und eine bewährte Möglichkeit sei es, die Menschen zur Pflege des Stadtbildes einzusetzen. Was in Lünen oder Schwerte schon mit Erfolg geschieht, ist jetzt auch in Unna zu besichtigen: Arbeitslose picken in der Stadt den Müll auf.
In Zusammenarbeit mit der Werkstatt im Kreis Unna und den Stadtbetrieben sind seit vergangener Woche bereits vier Ein-Euro-Jobber im Einsatz, die Müll aufsammeln. Im Laufe dieser Woche sollen acht weitere das Team ergänzen. Die Stadtbetriebe haben ihnen neuralgische Müll-Schwerpunkte genannt: der Stadtgarten, der Kurpark, der Bornekamp. Oder auch das Industriegebiet westlich der Hammer Straße, wo offenbar parkende Lkw-Fahrer ihren Müll kurzerhand aus den Kabinen werfen. Aber auch Sperrmüll fand sich schon dort abgeladen, beispielsweise ein ganzes Aquarium und ein Tresor.
Die Ein-Euro-Jobber selbst sammeln indes nicht nur Müll, sondern auch Wissen, zählen die Kooperationspartner einen weiteren Pluspunkt auf: So lernen sie im Rahmen der Maßnahme auch etwas über Schadstoffe und Mülltrennung. Obendrein diene ihr Einsatz ein Stückweit auch der Sicherheit. „Denn wo Scherben und Spritzen liegen, sollten besser keine Kinder spielen", warnt Antonia Mega. Sollte sich die Maßnahme bewähren, könne über eine Fortsetzung nachgedacht werden. Zunächst sind die Ein-Euro-Jobber bis Ende Februar im Einsatz.
Klaus Tibbe (SPD), Vorsitzender der Stadtbetriebe, freut sich über die zusätzlichen helfenden Hände aus der Werkstatt Unna: "Die Werkstatt ist an die Stadtbetriebe herangetreten und hat nachgefragt, ob Teilnehmer der Werkstatt die Stadtbetriebe mit unterstützen können", berichtet er. So entstand die Kooperation von Stadtbetrieben, Werkstatt Unna und Jobcenter. Das Thema, meint Tibbe, liege ja buchstäblich auf den Straßen und neben den Abfallkörben. Der Innenstadtbereich mit den neuralgischen Punkten Hellwegcenter Bushaltestellt bis zur Kreuzung Morgenstraße Ostring und auch die Bahnhofsmeile, von Mc Donald bis hinter das Katharinenhotel werden dabei öfter inspiziert und gereinigt. Tibbe ist auf jeden Fall sehr zufrieden mit dieser Lösung