Kämmerer Gustav Mölle hält am Konsolidierungsziel weiter fest

9. Januar 2014 / in Meldung

Im vergangenen Jahr haben wir erstmals keine neuen Schulden gemacht und die Kreisstadt Unna konnte sich darüber hinaus um 3,4 Mio. € entschulden“, so Unnas Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer Karl-Gustav Mölle. Die kurz- und langfristigen Bankverbindlichkeiten der Kreisstadt Unna betrugen insgesamt 119,4 Mio. € und lagen damit um 3 % unter dem Vorjahreswert. Auch beim Zinsaufwand konnte eingespart werden. Die Verbindlichkeiten verursachten einen Zinsaufwand von 3,1 Mio. €. Der Zinsaufwand liegt um 0,4 Mio. € oder 11% unter dem Vorjahreswert und trägt entscheidend zur Haushaltsentlastung bei.

Der Kernhaushalt wurde in Höhe 57,9 Mio. € über die langfristigen Verbindlichkeiten finanziert. Diesen Verbindlichkeiten stehen entsprechende städtische Infrastrukturinvestitionen gegenüber, vom Schulgebäude über Sportplätze bis hin zum Feuerwehrfahrzeug, hält Mölle fest.

Die Investitionskredite sind im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 1,8 Mio. € oder 3% gesunken. Damit wurde der seit Jahren anhaltende Schuldenabbau erfolgreich fortgesetzt. Verantwortlich dafür sind insbesondere die konsequente Haushaltssicherung und Sparprogramme im Investitionshaushalt. Für diese Kredite mussten im Jahr 2013 Zinsen in Höhe von 2,2 Mio. € aufgewandt werden, das waren 244.000 € oder fast 10% weniger als im Vorjahr.

An dem Konsolidierungsziel der kontinuierlichen Rückführung der investiven Kredite wird nach dem Haushaltssicherungskonzept auch in den kommenden Haushaltsjah¬ren konsequent festgehalten

Abbau kurzfristiger Verbindlichkeiten vorzeitig gelungen

Bereits ein Jahr früher als geplant beginnt die Kreisstadt Unna mit dem Abbau ihrer Kassenkredite. Diesen stehen keine Investitionen gegenüber und werden im Allgemeinen auch als Kontoüberziehungs- oder Dispositionskredit bezeichnet.
Die Kassenkredite konnten im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Mio. € oder nahezu 3% auf nunmehr 61,5 Mio. € verringert werden. Sie liegen damit sogar um 8,5 Mio. € oder 12% unter dem ursprünglich für 2013 geplanten Volumen von 70 Mio. €. Zum ersten Mal seit langer Zeit sind Zuwächse in diesem Kreditbereich gestoppt und Schulden abgebaut worden. Für die kurzfristigen Liquiditätskredite mussten im Jahr 2013 Zinsen in Höhe von 873.000 € aufgewandt werden, das waren 161.000 € oder rund 16% weniger als im Vorjahr.

Der Erste Beigeordnete und Stadtkämmerer Karl-Gustav Mölle betonte: „Um die Handlungsfähigkeit unserer Stadt zu erhalten und gleichzeitig die gesetzlichen Vorgaben zur Haushaltssicherung zu erfüllen, war im vergangenen Jahr eine deutliche Erhöhung der Steuern notwendig. Diese Steuermehreinnahmen nutzt die Stadt allerdings nicht nur zur Finanzierung der kommunalen Aufgaben sondern erspart damit unserer Stadt auch zusätzliche Kreditaufnahmen. Die Faktenlage verdeutlicht, dass bei einer konsequenten Umsetzung des Haushaltssicherungskonzeptes die Gesamtverschuldung nicht nur gestoppt, sondern auch zurückgeführt wird. Insofern befinden wir uns auf dem richtigen Weg zum Haushaltsausgleich, die nachfolgenden Generationen werden es uns danken“.