„Erscheinen – Verschwinden“

15. Juli 2013 / in Meldung

An der Seseke und ihren Zuflüssen tut sich was! Seit dem Kulturhauptstadtjahr 2010 sind nicht nur die Renaturierung der Gewässer und des damit verbundenen Ausbaus des Radwegenetzes vorangeschritten: Auch das Kunstprojekt „Über Wasser gehen“ erfährt mit unterschiedlichen Kunstinstallationen in diesem Sommer Zuwächse an verschiedenen Standorten entlang dieser Route. Den Auftakt einer Eröffnungs-Stafette bildete am Sonntag, 14. Juli 2013, in Unna-Afferde die Installation von Claudia Schmacke.

Das Kunstwerk an der Mündung des Afferder Bachs in den Massener Bach, dessen Realisierung durch den Kulturbereich der Kreisstadt Unna, die Stadtwerke Unna und den Lippeverband als Projektpartner ermöglicht wurde, wurde geschaffen von der Künstlerin Claudia Schmacke. Im Beisein vor Dr. Jochen Stemplewski, Lippeverband, Bürgermeister Werner Kolter, Stadtwerkechef Jürgen Schäpermeier und Ortsvorsteher Hans-Jürgen Scheideler wurde diese weitere Attraktion auf den Kunstwegen in der Stadt den Bürgerinnen und Bürgern übergeben. "Großartige Aktion," lobte Jürgen Scheideler.

Der ADFC bot im Vorfeld vom Rathaus Unna aus eine Radtour entlang der Seseke an, der SV Afferde ludt mit dem Angebot von Speisen und Getränken zum Verweilen am neuen Kunststandort ein.

„Erscheinen – Verschwinden“ hat die Künstlerin Claudia Schmacke ihr Werk genannt, das in Form einer aus dem Bach gespeisten Fontäne – wie der Titel schon sagt – mal überraschend auftaucht, mal wieder verschwindet. Die in Witten geborene, in Berlin lebende Künstlerin lehrt seit 1994 an der Kunstakademie Düsseldorf und ist weltweit als Gastdozentin sowie mit Ausstellungen und dauerhaften Installationen unterwegs. Ihr Name dürfte in der Region nicht zuletzt bekannt sein durch die beeindruckende Installation „Undine“, die seit 2005 im Rahmen des von Unna aus gesteuerten Kooperationsprojekts „Hellweg – ein Lichtweg“ zu sehen ist. Schmackes neue Arbeit in Afferde spielt mit der Ambivalenz zwischen der technischen Struktur am Gewässer und einem scheinbar rätselhaften Naturschauspiel und erzeugt damit Aufmerksamkeit für einen ansonsten eher unspektakulären Bachlauf.